Oldenburg/Bremerhaven. Dichtes Gedränge in den Seehäfen von Niedersachsen und Bremen: An den Kais liegen zahlreiche Schiffe, doch gearbeitet wird dort nicht. Die sinkende Nachfrage bei Transporten als Folge der Wirtschaftskrise hat vielen Schiffen eine Zwangspause verschafft. In den Seehäfen im Nordwesten sind nach offiziellen Angaben 28 so genannte Auflieger registriert. Dort sind nur Notbesatzungen an Bord, die für die Wartung gebraucht werden. Die Flaute macht sich auch im Umschlag bemerkbar, sagte ein Sprecher von Niedersachsen Ports in Oldenburg. Genaue Zahlen liegen jedoch noch nicht vor, die weiteren Aussichten sind ungewiss. Allein in Emden sind 16 Containerschiffe als Auflieger vermerkt. In Wilhelmshaven liegen sechs und in Cuxhaven 2 Schiffe. In Bremerhaven warten der Hafenverwaltung drei Autotransporter und ein Containerschiff auf Fracht, in Bremen weitere zwei Containerschiffe. Während die Liegeplätze in den Häfen knapp werden, bleibt nur wenig Raum auf dem Wasser: In der Wesermündung zwischen Bremerhaven und Nordenham können lediglich kleinere Schiffe bis 120 Meter Länge auf Reede am Rande des Fahrwassers ankern. Damit die Schiffe bei jeder Tide um den Anker herum schwenken können, muss ausreichend Platz im Umkreis sein. (dpa/sv)
Frachter legen Zwangspausen im Nordwesten ein
Dichtes Gedränge in den Seehäfen von Niedersachsen und Bremen: An den Kais liegen zahlreiche Schiffe, doch gearbeitet wird dort nicht