Dearborn/USA. Ford schließt 2008 zwei US-amerikanische Autofabriken mit insgesamt 4138 Beschäftigten. Betroffen seien die Pickup-Fabriken in St. Paul (Bundesstaat Minnessota) und Norfolk (Virginia), teilte der zweitgrößte US-amerikanische Autokonzern letzte Woche mit. Die Schließung der beiden Fabriken ist Teil eines Restrukturierungsprogramms des wegen sinkender Absatzzahlen und Milliardenverlusten schwer angeschlagenen nordamerikanischen Ford-Geschäfts. Bis 2012 sollen insgesamt 14 nordamerikanische Werke schließen, darunter sieben Automobilfabriken. Dabei fallen rund 25.000 bis 30.000 Stellen weg. Das Unternehmen will spätestens 2008 in Nordamerika wieder schwarze Zahlen schreiben. In St. Paul wird der kleinere Ford-Pickup Ranger gebaut, der unter schrumpfendem Absatz leidet. Norfolk ist eine von drei Fabriken, in der die großen F-Serien-Pickups produziert werden, die Ford-Bestseller in Nordamerika. Ford könne seine Produktionskapazität und Führung im Markt für große Pickups dank flexiblerer Produktionen auch mit weniger Fabriken erhalten, betonte das Unternehmen. Die Schließungsankündigung für die beiden Fabriken bezeichnete die US-amerikanische Automobilarbeitergewerkschaft UAW als "Fortsetzung des zerstörerischen und enttäuschenden Restrukturierungsplans". Die Ford-Beschäftigten müssten wieder einmal den Preis für den sinkenden Fordmarktanteil zahlen. (dpa/stb)
Ford schließt zwei weitere US-Autofabriken
Produktion der Pickup-Werke in St. Paul und Norfolk wird 2008 eingestellt