WARSCHAU. Der deutlich unterentwickelte Fährverkehr zwischen Polen und Skandinavien (es gibt nur drei regelmäßige Verbindungen, ausschließlich nach Schweden) verzeichnete im letzten Jahr einen Rückgang des Passagieraufkommens um knapp drei Prozent (auf 868.000). Die beiden schwedischen Reedereien (Stena Line, Unity Line), sowie die wirtschaftlich schwer angeschlagene polnische Reederei PZB konnten jedoch die daraus resultierenden Verluste durch eine deutliche Steigerung der Gütertransporte auffangen. Die Menge der zwischen den polnischen Häfen Swinoujscie/Swinemünde, beziehungsweise Gdansk/Danzig und den schwedischen Häfen Ystad, Karlskrona und Nynashamn bei Stockholm beförderten Güter wuchs um 14 Prozent: von 1,07 Millionen Tonnen im Jahr 2000 auf 1,22 Millionen Tonnen 2001. Sie wurden auf etwa 120.000 Lkw und gut 10.000 Eisenbahnwaggons transportiert. Dieses Wachstum veranlaßte die dänische Großreederei DFDS Seaways Anfang April eine regelmäßige Fährverbindung zwischen Danzig und Kopenhagen zu eröffnen. (vr/jt)
Fährverkehr Polen - Skandinavien: weniger Passagiere, mehr Fracht
Ab April neue Fährverbindung zwischen Danzig und Kopenhagen