Wiesbaden. Dies teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. Die Exporte nach Polen stiegen um gut 35 Prozent, die Ausfuhren nach Tschechien nahmen um 19,3 Prozent zu. Bei Ausfuhren in die Eurozone gab es ein Plus von 8,3 Prozent auf 94 Milliarden Euro. Deutschlands wichtigster Handelspartner Frankreich kaufte nur noch 3,7 Prozent mehr Waren ein. Bei den Exporten in Drittländer verzeichneten Indien, Russland, die Ukraine und China überdurchschnittlich hohe Zuwächse. Die Ausfuhren in das Reich der Mitte legten um 26,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro zu, nach Indien gingen sogar gut 38 Prozent mehr Waren als im Vorjahresquartal. Nach Russland wurden 24,1 Prozent mehr Waren aus Deutschland ausgeführt, die Exporte in die Ukraine erhöhten sich um 27,6 Prozent. Dagegen ließ die Dynamik bei den Ausfuhren in die USA wegen des starken Euro nach. Von April bis Juni wurden Waren "made in Germany" für 18 Milliarden Euro in die USA exportiert, das waren 4,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.Insgesamt stiegen die deutschen Ausfuhren im zweiten Quartal um 9,7 Prozent auf 215,9 Milliarden Euro. Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Plus von 12,9 Prozent auf 431,5 Milliarden Euro. Die Einfuhren legten wegen der hohen Preise für Erdöl, Erdgas und andere Rohstoffe deutlich stärker zu. Im zweiten Quartal erhöhten sich die Importe um 14,9 Prozent auf knapp 179 Milliarden Euro. Von Januar bis Juni stiegen sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent 354 Milliarden Euro. Die höchsten Zuwachs bei den Einfuhren gab es im zweiten Quartal bei Waren aus Norwegen (plus 63,9 Prozent), Russland (plus 40,3 Prozent) und Indien (plus 30,6 Prozent).
Exportgeschäft mit Osteuropa legt kräftig zu
Der deutsche Außenhandel mit Osteuropa boomt. In die zehn neuen EU-Länder führten deutsche Unternehmen im zweiten Quartal Waren im Wert von 20,7 Milliarden Euro aus, das waren 22,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.