Paris. Gegenüber 32 Millionen Euro Verlusten im Vorjahreszeitraum hat der französisch-britische Betreiber des Bahntunnels unter dem Ärmelkanal das erste Halbjahr 2008 mit einem Gewinn von 26 Millionen Euro abgeschlossen. 24 Millionen davon gehen auf das Konto von Entschädigungen, die Paris wegen Behinderungen durch illegale Asylanten in den Jahren 2000 bis 2002 überwiesen hat. Das berichtete die französische Zeitung „Les Echos“. Der Umsatz der Groupe Eurotunnel SA stieg bis zur Jahresmitte bei konstanten Wechselkursen um 11 Prozent auf 386 Millionen Euro, was das Unternehmen in erster Linie auf das Passagiergeschäft mit dem Eurostar zurückführt. Dieses legte allein um 18 Prozent zu. Das Ebitda verbesserte sich ebenfalls und erhöhte sich um 16 Prozent auf 221 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr rechnet die Gruppe mit einem geringeren Umsatzanstieg und führt hierfür als Gründe die absehbare konjunkturelle Verlangsamung sowie die Abschwächung des britischen Pfund gegenüber dem Euro an. Im Herbst will sie sich um die Übernahme der Infrastruktur der Schnellstrecke High Speed One zwischen London und dem Tunnel bemühen. London erwartet sich von dem Verkauf 2 Milliarden Pfund. (jb)
Eurotunnel: Vorsichtige Prognose für 2. Halbjahr
Nach einem Gewinn von 26 Millionen Euro im ersten Halbjahr fürchtet die Gruppe die Folgen der wirtschaftlichen Abschwächung