EU will Sozialrechte der Seeleute kontrollieren

08.07.2013 11:05 Uhr

Das Seearbeitsübereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) sichert Mindestanforderungen für die Arbeit von Seeleuten auf Schiffen zu.

Brüssel. Die EU-Mitgliedsstaaten sollen in ihren Seehäfen und Meeresgewässern verpflichtend auf die Einhaltung von sozialen Mindeststandards für Seeleute achten. Das hat das Europaparlament in Straßburg entschieden. Maßstab für die Kontrollen sollen die Bestimmungen des Seearbeitsübereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) sein.

Das Übereinkommen wurden 2006 formuliert und soll am 20. August 2013 international in Kraft treten. Es sichert weltweit einheitliche Mindestanforderungen für die Arbeit von Seeleuten auf Schiffen zu. Unter anderem werden Mindestanforderungen für Beschäftigungsbedingungen, Unterkünfte, Ernährung und medizinische Betreuung formuliert. „Die Einhaltung dieser internationalen Vorgaben kann in Zukunft für jedes Schiff, das einen EU-Hafen anläuft, überprüft werden“, zeigt sich Gesine Meißner (FDP), verkehrspolitische Sprecherin der Liberalen im Europaparlament, zufrieden.

Abgestimmt wurde im EU-Parlament über einen Kompromiss, der zuvor informell zwischen Parlament und den EU-Mitgliedsstaaten ausgehandelt worden war. Er ergänzt das bestehende EU-Gesetz zur Hafenstaatskontrolle. „Wir haben in den Kompromissverhandlungen darauf geachtet, dass sich bestehende Standards in Europa nicht verschlechtern“, sagt der Brite Brian Simpson (Labour Party), Vorsitzender des Verkehrsausschusses im EU-Parlament. Er fordert die 15 EU-Mitgliedsstaaten, die das IAO-Abkommen noch nicht unterzeichnet haben, dazu auf, dies jetzt schnell nachzuholen. Diese Länder sind laut Simpson Deutschland, Österreich, Großbritannien, Belgien, Tschechien, Estland, Ungarn, Irland, Italien, Litauen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Kroatien. Der Bundestag hatte in seiner Sitzung am 16. Mai einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Seearbeitsübereinkommen angenommen. (kw)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Fachlagerist (m/w/d)

Recklinghausen

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.