Die Schweiz hat für Freitag die EU-Kommission und Vertreter der europäischen Verkehrsministerien zu Beratungen über Tunnelsicherheit und Güterverkehr nach Bern eingeladen. Dabei steht die Zukunft des alpenquerenden Verkehrs im Mittelpunkt. Der Schweizer Verkehrsminister Moritz Leuenberger hatte die Initiative zu diesem Treffen nach der Brandkatastrophe im Gotthard-Tunnel am 24. Oktober dieses Jahres ergriffen. Zurzeit ist der Tunnel nicht befahrbar, was zu großen Verkehrsbehinderungen führt. Die Teilnehmer werden EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio, Verkehrsministerin Monika Forstinger (Österreich), die Minister Jean-Claude Gayssot (Frankreich) und Pietro Lunardi (Italien) sowie Ministerin und amtierende Vorsitzende des EU-Verkehrsministerrates Isabelle Durant aus Belgien sein. Aus Deutschland wird Staatssekretär im Verkehrsministerium Henner Wittling erwartet. Wie es aus Regierungskreisen hieß, werden das jüngste Crossair-Unglück und die Kritik am deutsch-schweizerischen Staatsvertrag zum Luftverkehr kein offizielles Thema sein. Bei dem Treffen geht es unter anderem um eine beschleunigte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Es soll der Versuch unternommen werden, sich auf ein Programm mit konkreten Maßnahmen zu einigen, teilte das Verkehrsministerium mit. (vr/dpa)
EU-Verkehrsminister treffen sich in der Schweiz
Die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene steht zur Diskussion