Basel/Mannheim. Die EU-Erweiterung weckt offenbar Hoffnungen auf ein steigendes Transportaufkommen auf den internationalen Relationen von und nach Osteuropa. Das geht aus den Ergebnissen der Transportmarkt-Barometers hervor, bei dem ProgTrans und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) jedes Quartal 200 Spitzenkräfte der Transport- und verladenden Wirtschaft zur Entwicklung der Preise und Mengen für das kommende Halbjahr befragen. Demnach rechnen vor allem im Straßengüterverkehr mit Osteuropa deutlich mehr Experten mit einem Anstieg der Tonnage als bei der Befragung zuvor. 76,7 Prozent der Befragten vertreten diese These (im 4. Quartal 2003 waren es nur 59,8 Prozent). Doch auch im Schienengüterverkehr und in der Binnenschifffahrt gehen immer mehr davon aus, dass der Güterverkehr mit den osteuropäischen Staaten zunehmen wird. Nicht ohne Folgen ist die Entscheidung von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe geblieben, Toll Collect den Vertrag zu kündigen. Das hat dazu geführt, dass im Straßengüterverkehr die Erwartung steigender Preise sowohl auf nationalem wie auch auf internationalem Terrain einen deutlichen Dämpfer erlitten hat. So gehen für den deutschen Fernverkehr zwar immer noch 46,8 Prozent der Befragten von steigenden Preisen aus. Bei der letzten Befragung waren es jedoch noch 77 Prozent gewesen. Bei den anderen Verkehrsträgern überwiegt der Anteil derjenigen, die im ersten Halbjahr mit stagnierenden Preisen rechnet. (vr/cd)
EU-Osterweiterung weckt Erwartungen im Transportgewerbe
Transportmarkt-Barometer untersucht auch Auswirkung des Maut-Flops auf Preisentwicklung im Gütertransport