Berlin. Deutschland wird durch die EU-Erweiterung zu einem wichtigen Standort für europäische Distributionszentren werden. Durch seine zentrale Lage seien Ziele in Osteuropa von hier aus schnell zu erreichen, urteilt Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young in einer neuen Studie mit dem Titel "EU enlargement _ European Distribution Centres on the move?" (www.de.cgey.com/presse).
Die Studie untersucht, welche EU-Länder die günstigsten Standorte für europäische und regionale Distributionszentren sind. Die Güterströme zwischen Ost- und Westeuropa seien entstünden vor allem an den großen Häfen, wo Rohstoffe nach Westeuropa angeliefert werden. "Diese werden zu den Produktionsstätten in Niedriglohnländern Osteuropas transportiert und dann als Fertigprodukte in Westeuropa verteilt", so ein Sprecher des Unternehmens. Der europaweite Warenfluss werde zunehmend über Schiene und Wasserstraßen abgewickelt. In multimodalen Umschlagzentren an den deutschen Grenzen könnten die Güter von Bahn oder Binnenschiff auf die Straße und umgekehrt umgeladen werden.
Als wichtigste Standorte für regionale Distributionszentren in Nordosteuropa nennt die Studie Litauen, Lettland und Finnland. Von dort könne der Export nach Russland abgewickelt werden. Frankreich behalte seine "Top-Stellung" für Südeuropa. Deutschland liege neben seiner Bedeutung für Europa auch bei den regionalen Zentren für Osteuropa vorne, zusammen mit Polen, Ungarn und Tschechien. Bulgarien, so die Studie weiter, werde ein wichtiger Standort regionaler Distributionszentren für Südosteuropa sein. (vr/jk)