Brüssel. Die umstrittene EU-Dienstleistungsrichtlinie hat eine entscheidende Hürde im Europäischen Parlament (EP) genommen. Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz stimmte der Richtlinie gestern in Brüssel zu. Die Richtlinie, die den grenzenlosen Wettbewerb für Dienstleistungen in der Europäischen Union (EU) festschreiben soll, muss nun zur ersten Lesung ins Plenum. Dann sind die 25 EU-Staaten im Rat für Wettbewerbsfähigkeit am Zug. Umstritten ist vor allem das so genannte Herkunftslandprinzip. Es sieht vor, das beispielsweise ein in Litauen zugelassenes Beratungsunternehmen für Computer seine Dienste überall in der EU anbieten kann, ohne zusätzliche Genehmigungen einholen zu müssen. Kritiker vor allem in Frankreich und Deutschland der Richtlinie befürchten Lohndumping und den Verlust von heimischen Arbeitsplätzen. (dpa/tbu)
EU-Dienstleistungsrichtlinie nimmt Hürde im EU-Parlament
Die umstrittene Richtlinie soll den grenzlosen Wettbewerb für Dienstleistungen in der Europäischen Union festschreiben