Brüssel. Das European Shippers Council (ESC) hält die neu eingeführten Gebühren für überlaste Häfen für inakzeptabel und hat die Schiffseigner aufgefordert, die Zuschläge in einer „einzigen verhandelbaren Frachtrate“ zusammenzufassen und zu minimieren. Seit einigen Wochen werden Unternehmen in unterschiedlichsten Teilen der Welt wie z. B. dem Oman, den Philippinen, Indien, den USA, Hong Kong und den Niederlanden zur Kasse gebeten.
Eine zusammengefasste verhandelbare Frachtrate würde laut ESC zu mehr Transparenz und Vorhersagbarkeit führen. „Zusätzliche Zuschläge sind meist über einen längeren Zeitraum festgelegt und verändern sich kaum.“ Laut der Schiffsbetreiber sind Zuschläge notwendig, da die Schiffseigner zunehmend in Allianzen organisiert sind und durch Vereinbarungen zur gemeinsamen Schiffsnutzung bzw. Slot-Tausch sowie andere Rationalisierungsmaßnahmen festgelegt sind. Gemäß ESC sind „diese neuen Organisationsformen aber zur Verbesserung der Servicequalität für den Kunden und nicht zur Steigerung der Erträge der Schiffsseigner und -betreiber durch Zuschläge geschaffen worden.“ Das ESC setzt stattdessen auf die Problemlösung durch die Schiffseigner und verurteilt die Einführung weiterer Zuschläge. (rup)