Magdeburg. Eine Woche nach der Eröffnung von Europas größtem Wasserstraßenkreuz bei Magdeburg sind erneut Schäden an dem Bauwerk aufgetreten. Außer Schäden an der Schleuse Rothensee gebe es nun auch Probleme an der Schleuse Hohenwarthe, bestätigte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Magdeburg, Rolf Lack, am Donnerstag. Die Mängel behinderten den Schiffsverkehr aber nicht. An der zu dem 500 Millionen Euro teuren Projekt gehörenden Schleuse Hohenwarthe könnten Sparbecken nicht benutzt werden, weil Verschlüsse zwischen verschiedenen Becken nicht richtig funktionierten, sagte Lack. Mit Hilfe der Sparbecken sollten Wasserverluste ausgeglichen werden. Beim Überwinden des Höhenunterschiedes von rund 18,5 Metern zwischen dem Mittellandkanal und dem tiefer liegenden Elbe-Havel-Kanal würden nun stets 50.000 Kubikmeter Wasser abfließen, eigentlich sollten es nur 20.000 Kubikmeter sein. Einem Wassermangel im Mittellandkanal werde vorgebeugt, indem bei Minden (Nordrhein-Westfalen) Wasser aus der Weser zugeleitet werde. Das sei auch über einen längeren Zeitraum kein Problem, sagte Lack. Erst am 9. Oktober - einen Tag vor der offiziellen Verkehrsfreigabe des Wasserstraßenkreuzes - war die 90 Millionen Euro teure Schleuse Rothensee beschädigt worden, als eine Druckwasserleitung platzte. Ursache für die Panne war ein Riss im Beton. Durch das Bersten der Leitung war eine Uferböschung in ein Kanalbecken abgerutscht und hatte Teile einer Straße und eines Fußwegs in die Tiefe gerissen. Einige Uferbereiche und ein Pumpenhaus wurden überflutet. (vr/dpa)
Erneut Panne am Wasserstraßenkreuz
Schiffsverkehr ist nicht beeinträchtigt