Frankfurt. Im Berichtsmonat November lag der Indexwert bei 52.7 (Oktober 53.1) und damit zum dritten Mal in Folge über der Expansionsschwelle von 50. Werte über 50 bedeuten Wachstum, Werte unter 50 sind Zeichen für Schwäche. Die Unternehmen weiteten ihre Produktion laut Bundesverband Materialwirtschaft, Ein-kauf und Logistik (BME) kräftig aus. Vor allem die Investitionsgüterhersteller und die Her-steller industrieller Vorprodukte hätten ihre Leistung gesteigert, während die Produktionszu-wächse bei den Konsumgüterherstellern im Vergleich zum Vormonat schwächer ausgefallen seien. Die Produktionssteigerungen waren nach BME-Angaben in erster Linie auf Zuwächse beim Neugeschäft zurückzuführen . Dabei hätten die Unternehmen insbesondere von der Nach-frage aus den Exportmärkten in Asien, Osteuropa und den USA sowie von der Konjunktur-belebung profitiert. Insgesamt sei der Auftragseingang zum dritten Mal in Folge gestiegen. Mit Neuanstellungen hielten sich die Unternehmen im November tendenziell zurück: Starker Wettbewerbsdruck hinderte sie, ihre Verkaufspreise zu erhöhen, so der BME. Zahlreiche Firmen hätten ihre höheren Einkaufspreise durch Steigerung der Arbeitsproduktivität ausge-glichen. Der "RBS/BME-Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorher-sage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. Er wird von der britischen Forschungsgruppe NTC Research erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern aus der verarbeitenden Industrie in Deutschland.
EMI: Deutsche Industrie auf Wachstumskurs
Die deutsche Industrie hat im November ihren Expansionskurs fortgesetzt. Das Wachstum hat sich gegenüber dem Vormonat jedoch geringfügig abgeschwächt. Dies signalisiere der RBS/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe Dezember 2005, teilte der BME am Montag mit.