Straßburg/Frankreich. Bis 2015 wollen Deutschland, Frankreich, Österreich und die Slowakei die Eisenbahnmagistrale Paris-Stuttgart-Wien-Bratislava modernisieren. Vertreter der Länder bekräftigten diesen Beschluss zum Abschluss der Konferenz „Magistrale – eine Priorität für Europa“ in Straßburg. Das Projekt wird voraussichtlich rund 22 Milliarden Euro kosten. Die Strecke soll die europäischen Regionen mit einem Hochgeschwindigkeitsbahnnetz verbinden. EU-Koordinator Peter Balazs wird Mitte Juli in einem Bericht die Projektfortschritte dokumentieren. Er ließ anklingen, dass er unter anderem den Streckenabschnitt Stuttgart-Ulm wegen der schwierigen geologischen Gegebenheiten für kofinanzierungsfähig durch die EU hält. Balazs erklärte, dass er diese Form der Finanzierung außerdem für die Strecke Straßburg-Appenweier, den deutsch-österreichischen Grenzbereich sowie den Abschnitt zwischen Wien und Bratislava vorschlagen werde. Bereits in der vergangenen Woche hatten die beteiligten Länder eine Vereinbarung zum schnellstmöglichen Bau der Magistrale unterzeichnet. Bisher wurden bereits zehn Milliarden Euro in die Strecke investiert. (dpa/tz)
Eisenbahnmagistrale Paris-Bratislava bis 2015
Das rund 22 Milliarden Euro teure Projekt soll Deutschland, Frankreich, Österreich und die Slowakei mit einem Hochgeschwindigkeitsnetz verbinden