Frankfurt/Main. Hauptgründe für die positive Entwicklung waren Zuwachsraten bei Produktion und Auftragseingang. Vor allem eine gestiegene Industriegüternachfrage aus den USA und Asien sorgte dafür, dass die deutschen Unternehmen im Juni ihre Produktion erhöhen konnten. Außerdem profitierten einige Betriebe von dem durch die EU-Osterweiterung gestiegenen Handelsaufkommen. Die Produktionsausweitung führte dazu, dass sich die Einkaufsmanager um die Erschließung zusätzlicher Bezugsquellen für Rohstoffe und Halbfertigprodukte bemühen mussten. Dadurch erhöhte sich die Menge der eingekauften Waren im Juni dieses Jahres zum achten Mal in Folge. Die durchschnittlichen Lieferzeiten verlängerten sich, wie bereits in den vergangenen elf Monaten. Davon betroffen waren vor allem metall- und ölbasierte Produkte. Gleichzeitig führten Lieferengpässe und die weltweit gestiegene Nachfrage zum neunten Mal in Folge zu einem Anstieg der durchschnittlichen Einkaufspreise und zu einer Erhöhung des Auftragsbestands.
Einkaufsmanagerindex: Deutsche Industrie weiter im Wachstum
Der BME/Reuters Einkaufsmanagerindex (EMI) erreichte im Berichtsmonat Juni den Wert 55.9 (Vormonat: 56.2). Damit befindet sich der Index seit fast einem Jahr über der 50-Punkt-Marke, die Wachstum von konjunktureller Schwäche trennt.