Frankfurt am Main. Im Berichtsmonat September lag der Indexwert bei 51.0 (Vormonat 48.7) – und damit erstmals seit einem halben Jahr über der neutralen Wachstumsmarke von 50. Werte über 50 signalisieren Wachstum, Werte unter 50 konjunkturelle Schwäche. Beim Auftragseingang verzeichneten die Unternehmen laut Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) die stärksten Zuwächse seit sieben Monaten (52.0). Erstmals hätten die Befragten auch wieder von einer leichten Belebung der Inlandsbestellungen berichtet – eine wichtige Rolle hätten dabei Marketing und Werbung gespielt. Der positive Indexwert wurde, so der BME, wieder von der starken Nachfrage aus dem Ausland (54.9 im Berichtsmonat September gegenüber 52.8 im August) bestimmt. Nachdem die Unternehmen die Produktion im August leicht eingeschränkt hätten, hätten sie im September so stark zugelegt wie seit sieben Monaten nicht mehr. Die Einkaufsmenge blieb dem BME zufolge wegen konsequent umgesetzter Lagerabbauprogramme im Vergleich zum Vormonat nahezu unverändert (49.9). Wegen Kapazitätsengpässen auf Lieferantenseite verlängerten sich die durchschnittlichen Lieferzeiten (48.9). Der weltweite Anstieg der Ölpreise habe die Einkaufspreise in die Höhe getrieben, teilte der BME mit. Zum Anstieg habe auch die Verteuerung von Chemikalien, Gas, Metallen und einer Reihe mineralölbasierter Güter und Verpackungsmaterialien beigetragen. Seit Oktober 2005 erscheint der bisherige "BME/NTC Research Einkaufsmanager-Index" (EMI) unter dem Titel "RBS/BME-Einkaufsmanager-Index". Die Royal Bank of Scotland (RBS) ist neuer Partner der monatlichen Umfrage.
Einkaufsmanager-Index: Zeichen auf Wachstum
Der RBS/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe Oktober 2005, belegt die anziehende Geschäftstätigkeit der deutschen Unternehmen.