Einkaufsmanager-Index: Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels

05.08.2009 16:22 Uhr

Trotz Rekordanstieg bleibt der Index unter der Wachstumsschwelle

Frankfurt. Die deutsche Wirtschaft stabilisiert sich weiter: Der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe 8/2009, kletterte im Berichtsmonat Juli von 40,9 auf 45,7 um 4,8 Punkte. Dies war der höchste Anstieg seit Beginn der Umfrage 1996. Dennoch notierte der Index zum zwölften Mal unterhalb der Wachstumsschwelle von 50. Der Teilindex „Auftragseingang“ legte im Vergleich zum Vormonat um 7,2 Punkte zu und überschritt erstmals seit Juni 2008 wieder die Wachstumsmarke. Die Kunden der Industrieunternehmen führten neue Produkte ein und füllten ihre Warenlager – wenn auch nur geringfügig – auf. Vor diesem Hintergrund konnten die befragten Unternehmen erstmals seit zwölf Monaten ihre Produktionsraten marginal erhöhen. Primär die Hersteller von Konsum- und Investitionsgütern verzeichneten ein leichtes Plus in den Orderbüchern. Zudem stabilisierten sich im Juli die Exportbestellungen von Industrieerzeugnissen Made in Germany, nachdem in den vorangegangenen zwölf Monaten die Unternehmen einen stetigen Auftragsrückgang verzeichneten. Global Player und KMU reduzierten ihre Einkaufsmenge und bauten als Folge niedriger Produktionsanforderungen rapide die Vormateriallagerbestände ab. Wettbewerbsdruck und nachhaltige Kundenforderungen zwangen die Unternehmen, ihre Verkaufspreise erneut stark zu senken. Die Lieferanten der Unternehmen führten Kurzarbeit ein beziehungsweise weiteten Kurzarbeit aus. Daher verkürzten sich die durchschnittlichen Lieferzeiten so geringfügig wie zuletzt im September 2008. (sv)

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