Nach dem Insolvenzantrag von Fairchild Dornier demonstrieren der Flugzeugbauer und die bayerische Staatsregierung Optimismus. Ein Dornier-Sprecher kündigte am Mittwoch an, die Gespräche mit potenziellen Partnern würden möglichst bald wieder aufgenommen. Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich glaube, wir haben vom Produkt, vom Markt und von den Finanzierungskonditionen her gute Voraussetzungen." Das Unternehmen mit Sitz in Oberpfaffenhofen hatte am Dienstag einen Insolvenzantrag gestellt. Von der Finanzkrise betroffen sind 4300 Mitarbeiter, davon allein 3600 in Deutschland. Fairchild Dornier zählt, nach eigenen Angaben, zu den drei größten Regionalflugzeugherstellern der Welt. Die Gläubigerbanken des Konzerns sagten bei einem Krisengipfel auf Einladung von Wiesheu und Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) am Dienstagabend zu, die Liquidität für die nächsten Monate sicherzustellen, wenn Bund und Freistaat im Gegenzug für einen Teil des so genannten Massekredits bürgen. Die zuständigen Gremien und die EU-Kommission müssen aber noch zustimmen.
Dornier und Bayerns Regierung nach Insolvenzantrag zuversichtlich
Gespräche mit potentiellen Partnern werden wieder aufgenommen