Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wirft der Transportwirtschaft vor, ihre Lkw zu weniger als 50 Prozent auszulasten und deshalb 3,4 Milliarden leere Kilometer pro Jahr zurückzulegen. Das sei zehn Mal mehr als der gesamte Transitverkehr durch Österreich. Deshalb fordert der VCÖ eine Lkw-Maut von 43 Cent je Kilometer anstelle der vorgesehenen 22 Cent im Durchschnitt. Außerdem könnte eine Förderung von Frachtenbörsen den Leerfahrten-Anteil reduzieren. Der Fachverband Güterbeförderung widerspricht den VCÖ-Zahlen. Nach seinen Informationen sind nur 18 Prozent aller Lkw ohne Ladung auf österreichischen Straßen unterwegs. Dies sei durch individuelle Anforderungen bzw. gesetzliche Vorschriften bedingt. Etwa könnten bestimmte Fahrzeugtypen nur für spezielle Ladungen eingesetzt werden. Vielfach werde eine Vollauslastung durch Gewichtsbeschränkungen verhindert. Eine Erhöhung der Abgaben würde deshalb nur die notwendigen Leerfahrten verteuern. (vr/rv)
Diskussion um Lkw-Leerfahrten angeheizt
Verkehrsclub Österreich Und Fachverband Güterbeförderung mit widersprüchlichen Argumenten