Rom/Italien. Nach den Erfahrungen mit Autostrade SpA, dem größten privaten Betreiber von Autobahnen in Italien, will der Minister für Infrastrukturen, Antonio di Pietro, alle Lizenzen überprüfen. Heute sind alle 25 Lizenzinhaber ins Ministerium eingeladen, um darüber zu diskutieren. Dazu geladen sind auch der Wirtschaftsminister, die Autobahnbehörde und die Gewerkschaften. Die Autobahnen, so der Minister, sind ein Gut von öffentlichem Interesse und müssen deswegen anders behandelt werden, als ein staatlicher Betrieb. Di Pietro meinte außerdem, dass Autobahnen ein „natürliches Monopol“ seien. Ziel ist es, zu einer neuen Übereinkunft zu kommen – von allen Lizenznehmern unterschrieben – die dieses öffentliche Interesse festschreibt. Das gaben Gewerkschaftsvertreter am Ende einer gemeinsamen Sitzung mit dem Minister über die geplante Fusion von Autostrade SpA und Abertis bekannt. „Es gibt einen frischen Wind im Ministerium”, kommentierte Michele Azzola von der CGIL, „die letzten fünf Jahre sind vergessen”. (rp)
Di Pietro fordert neue Autobahnen-Übereinkunft
Lizenznehmer sollen nach dem Willen des italienischen Infrastrukturministers das öffentliche Interesse an Autobahnen anerkennen