Bonn/Düsseldorf. DHL und die Metro Group starten nach eigenen Angaben Frankreichs ersten flächendeckenden Einsatz der Radiofrequenz-Identifikation (RFID). Ab Herbst 2008 wird DHL sämtliche Lieferungen an die 89 Metro Cash & Carry-Selbstbedienungsgroßmärkte in Frankreich mit RFID-Transpondern ausstatten und entlang der Lieferkette auslesen, teilte die Posttochter heute mit. Pro Jahr würden dann rund 1,3 Millionen Paletten mit den Funketiketten bestückt, die eine berührungslose und automatisierte Kontrolle der Logistikkette ermöglichen sollen. DHL und die Metro Group realisierten damit den größten RFID-Einsatz in der französischen Handelslogistik.
Bei dem RFID-Einsatz werden in fünf DHL-Lebensmittel-Logistikzentren alle Lieferungen an die Selbstbedienungsgroßmärkte mit Funketiketten ausgestattet. Beim Verladeprozess werden die RFID-Transponder ausgelesen und die Daten elektronisch an den jeweiligen Großmarkt übermittelt. Beim Empfänger angekommen, werden die Funketiketten im Wareneingang erneut ausgelesen und automatisiert mit der Bestellung verglichen.
„Im Vergleich zur herkömmlichen Überprüfung mit Hilfe von Barcodes und Barcodescannern führt das berührungslose RFID-Verfahren zu einer höheren Verlade- und Entladegeschwindigkeit. Die automatisierte Auslesung steigert außerdem die Präzision in den Logistikprozessen, zugleich wächst durch die verbesserte Datenbasis die Sichtbarkeit und Überschaubarkeit der Logistikprozesse. Störungen können so schneller erkannt werden“, hieß es von DHL.