Frankfurt. Das Güterverkehrsaufkommen deutscher LKW-Unternehmen hat nach Angaben des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) im vergangenen Jahr um 5, 7 Prozent abgenommen – entsprechend der allgemeinen Talfahrt der deutschen Wirtschaft. Ausländische Konkurrenzunternehmen haben laut BGL bei Kabotagefahrten konnten jedoch um 8,8 Prozent zulegen. Im grenzüberschreitenden Verkehr hätten sie ein weiteres Plus von 0,1 Prozent erzielt. Bei den Transportleistungen, so der Verband weiter, büßten deutsche Unternehmen 1,7 Prozent ein, die ausländischen Wettbewerber erzielten dagegen ein Plus von 0,8 Prozent im grenzüberschreitenden Verkehr und von 12,6 Prozent bei der Kabotage. Den Grund für die Marktverdrängung deutscher Unternehmen sieht der BGL in der weiterhin ausbleibenden Harmonisierung der europäischen Wettbewerbsbedingungen. Als Folge davon würden deutsche LKW nur noch 20 Prozent der Transportleistung im grenzüberschreitenden Verkehr erbringen. Der Anteil ausländischer LKW nehme demgegenüber Jahr für Jahr zu. Die schlechte Baukonjunktur trage ebenfalls zu den „dramatischen Beschäftigungseinbrüchen im nationalen Verkehrsmarkt“ bei. Denn „knapp 50 Prozent des gesamten Straßengütertransportvolumens entfallen auf die Gütergruppe ‚Steine und Erden’“. Auch die bevorstehende EU-Osterweiterung werde den deutschen Güterkraftverkehr weiter schwächen. Angesichts der günstigeren Kostensituation der Anbieter aus den Beitrittsländern und dem bereits heute geringen deutschen Marktanteil am grenzüberschreitenden Verkehr mit diesen neuen EU-Staaten würden für viele Transportunternehmer nur geringe Chancen auf diesen Wachstumsmärkten bestehen. (vr/jk)
Deutscher Güterkraftverkehr verliert zunehmend Marktanteile
BGL nennt Konjunkturflaute und fehlende Wettbewerbsharmonisierung als Gründe