MÜNCHEN. Die Deutsche Post AG will ihren Briefdienst nach Frankreich und Großbritannien ausdehnen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Klaus Zumwinkel, in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Finanzen. “Die Zeit wird jetzt reif, weil der Ministerrat eine planbare Basis geschaffen hat”, erklärte Zumwinkel. “Wir sind gerade dabei, eine Europa-Strategie beim Brief zu entwickeln, wie wir das in den Bereichen Paket und Logistik schon gemacht haben, und werden dann in die Märkte hineingehen, die uns attraktiv erscheinen. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir schon in diesem Jahr damit starten werden”, so der Post-Chef weiter. Gleichzeitig gab Zumwinkel bekannt, dass man sich nicht an der griechischen Post beteiligen werde: “Wir überlassen diese Okasion anderen. Das ist ein sehr schwieriger Markt.” Zumwinkel gab auch seiner Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Börsenkurses Ausdruck und stellte konkrete Gegenmaßnahmen vor. “Wir haben mit dem Projekt Star eine konzernweite Initiative gestartet, die auch das Ziel hat, den Bewertungsabschlag der Aktie abzubauen.” Das Restrukturierungsprogramm sei über zwei Jahre angelegt und soll die Profitabilität verbessern. Vorgesehen seien Kostensenkungen, eine Ausnutzung der Cross-Selling-Möglichkeiten und ein Verkauf von nicht- betriebsnotwendigen Immobilien in Milliardenhöhe. (vr/dpa)
Deutsche Post: Mit Briefdiensten nach Frankreich und England
Restrukturierungsprogramm soll das Unternehmen profitabler machen