Genf. Die Zahl der Fluggäste ist im September zum ersten Mal seit fünf Jahren gesunken. Der Internationale Luftfahrtverband (IATA) führt das auf die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise zurück. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel die Zahl der Passagiere um 2,9 Prozent, wie der Verband am Freitag in Genf mitteilte. Er sprach von einer alarmierenden Entwicklung. Im Frachtverkehr war der Rückgang mit einem Minus von 7,7 Prozent noch deutlicher. Das ist der tiefste Einbruch seit 2001, dem Jahr der Terroranschläge in den USA. Die Luftfahrtgesellschaften in diesem Jahr bislang 5,2 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro) verloren, sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignagi. „Die weltweite Abnahme des Luftverkehrs geht erschreckend schnell vonstatten.“ Die IATA vertritt rund 230 Fluglinien in aller Welt und damit über 90 Prozent des Luftverkehrs. (ak/dpa)
Deutlicher Rückgang in der Luftfahrt
Immer weniger Passagiere und Fracht reisen per Flugzeug. Finanzkrise setzt Airlines unter Druck