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DB sieht Zerstörung von historischem Ausmaß

Besonders gravierend sind die Schäden an über 50 Brücken
© Foto: Deutsche Bahn AG/Alexander Menk

Rund eine Woche nach den schweren Unwettern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat die Deutsche Bahn eine erste Zwischenbilanz zu den Schäden gezogen.

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Berlin. „In dieser Dimension wurde unsere Infrastruktur noch nie auf einen Schlag zerstört. Wir stehen vor einem gewaltigen Kraftakt“, sagte Volker Hentschel, Vorstand Anlagen- und Instandhaltungsmanagement der DB Netz. „Nach erster Einschätzung gehen wir davon aus, dass die Wassermassen in unserem Netz und an den Bahnhöfen Schäden von rund 1,3 Milliarden Euro verursacht haben“, sagte Hentschel.

Besonders gravierend seien die Schäden an über 50 Brücken. Außerdem haben die Wasserfluten Stationen und Haltepunkte sowie die Technik stark in Mitleidenschaft gezogen: 180 Bahnübergänge, knapp 40 Stellwerke, mehr als 1000 Oberleitungs- und Signalmasten, Energieanlagen sowie Aufzüge und Beleuchtungsanlagen in den Bahnhöfen sind betroffen.

Einige Strecken sind komplett verschwunden

Man arbeite mit Hochdruck daran, möglichst viele Strecken wieder befahrbar zu machen. Schon Ende letzter Woche haben laut DB die Arbeiten dazu begonnen. Nach den ersten Reparaturen stehen nun aufwändigere Arbeiten an, die vom Austausch von Oberleitungs- und Signalmasten über den Bau neuer Bahnsteige, Brücken und Aufzüge bis zur Instandsetzung von Bahnübergängen reichen. Damit will die DB weitere spürbare Verbesserungen für den Schienenverkehr erzielen.

„Unser Ziel ist es, dass wir etwa 80 Prozent der beschädigten Infrastruktur bis Jahresende wieder auf Vordermann bringen können. Die Bilder vor Ort zeigen jedoch sehr deutlich: einige Strecken sind auch heute noch überschwemmt oder komplett verschwunden. Dies alles wieder herzurichten wird Monate, wenn nicht Jahre dauern“, sagte Hentschel. (tb)

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