DB Cargo, der Güterverkehr der Deutschen Bahn, legt bei der geplanten Schließung von Güterverkehrsstellen eine langsamere Gangart vor. Statt wie im Programm Mora C ursprünglich geplant 1100, sollen jetzt nur noch 730 der 2100 Güterverkehrsstellen geschlossen werden. Das teilte die Deutsche Bahn AG am Gründonnerstag mit. Verhandlungen mit Bahnkunden hätten in vielen Fällen zu Mengenausweitungen, gemeinsamen Optimierungen oder Verlagerungen in das Ganzzugsystem geführt, hieß es zur Begründung. Dadurch könne DB Cargo zunächst rund 300 Güterverkehrsstellen mehr bedienen als erwartet. "Konkret werden 1373 Güterverkehrsstellen nach heutigem Kenntnisstand bis Ende 2002 erhalten", heißt es in einer Bahnmitteilung. Mindestens 80 Prozent davon seien auch über das Jahr 2003 hinaus stabil. Bei den restlichen 20 Prozent komme es darauf an, wie sich die Kundenseite entwickle. Gleisanschüsse sollen laut einer Vereinbarung von DB Netz und DB Cargo erhalten bleiben, um Alternativlösungen zu ermöglichen. Man wolle "alles unternehmen, um alternative Betreiber zu finden, und so die Weiterbedienung von Güterverkehrsstellen durch enge Kooperationen mit privaten Bahnen zu ermöglichen". Bis 2004 wolle DB Cargo den Einzelwagenverkehr aus der Verlustzone herausführen. Deshalb sein seit April 2000 alle Güterverkwehrsstellen auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht worden. Von den erforderlichen Maßnahmen seien lediglich sieben Prozent des Umsatzes im Einzelwagenverkehr betroffen. Das entspreche höchstens drei Prozent des Umsatzes von DB Cargo. (vr/jk)
DB Cargo erhält mehr Güterverkehrsstellen als ursprünglich geplant.
In Verhandlungen mit Kunden Ausweitung der Transportmengen