Frankfurt am Main. Verhaltene Konjunktur, kalte Witterung und starke Konkurrenz aus den EU-Beitrittsstaaten bestimmen die Lage des deutschen Transportlogistikgewerbes im ersten Quartal 2013. Laut der Konjunkturanalyse des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) weisen fast alle Kennzahlen die schlechtesten Werte seit dem Krisenjahr 2009 aus. So gab der Geschäftslage-Saldo vom -33,5 auf -41 Prozent nach.
Während 17 Prozent der befragten Unternehmen ihre Fuhrparkkapazität reduzierten, haben sie nur fünf Prozent ausgebaut. Jeder zweite Betrieb meldet Umsatzeinbußen, nur bei zehn Prozent sind die Umsätze gestiegen. Die Hälfte der Unternehmen bewertete das Betriebsergebnis als schlecht, nur 5,5 Prozent fanden ihr Betriebsergebnis gut. Analog zur Senkung der Fuhrparkkapazität ging auch der Fahrpersonalstand auf den schlechtesten Wert seit dem 4. Quartal 2009 zurück.
Für das dem Berichtsquartal folgende Halbjahr befürchten 46,5 Prozent der Unternehmen steigende Gesamtkosten, wie im Vorquartal erwarten die Firmen höhere Dieselkosten, erhöhte Fahrzeugkosten und höhere Personalkosten.
Für die Konjunkturanalyse befragte der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) 614 Unternehmen, 483 davon haben die Umfrage beantwortet.
(kitz)