Der DaimlerChrysler-Manager Rolf Eckrodt wird neuer Präsident der japanischen Konzerntochter Mitsubishi Motors. Damit rückt erstmals ein Deutscher an die Spitze eines japanischen Großkonzerns. Der 59-jährige Eckrodt löst auf dem Posten den Japaner Takashi Sonobe ab, gab Mitsubishi am Mittwoch in Tokio bekannt. DaimlerChrysler ist mit 37,3 Prozent an Mitsubishi beteiligt. Mit dem Management-Wechsel soll die Umstrukturierung des japanischen Unternehmens beschleunigt werden. Er bedeute jedoch nicht, dass der Konzern seine Option zur vollständigen Übernahme von Mitsubishi Motors demnächst ausüben werde. "Wir sind nicht unter Zeitdruck. Mitsubishi muss erst in Ordnung gebracht werden", sagte DaimlerChrysler-Kommunikationschef Hartmut Schick am Mittwoch in Stuttgart. Auch an der Bilanzierung der Beteiligung ändere sich nichts. Schick dementierte japanische Medienberichte, wonach Mitsubishi Motors und DaimlerChrysler die Lkw- und Bus-Produktion der Japaner in ein Gemeinschaftsunternehmen einbringen wollen. "Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Wir sind mit Hochdruck dabei, eine Lösung zu suchen", sagte der Sprecher. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. DaimlerChrysler hatte 2001 die Anteile des Konkurrenten Volvo am Nutzfahrzeuggeschäft von Mitsubishi Motors übernommen und feilt seither an einer Gesamtstrategie für den Lkw- Schlüsselmarkt Asien. (vr/dpa)
DaimlerChrysler-Manager wird Präsident bei Mitsubishi
Deutscher Konzern wird Japaner nicht vollständig übernehmen