Daimler: Verhandlungen über Anteilsaufstockung bei Kamaz

24.11.2009 10:45 Uhr
Kamaz
Daimler verhandelt offenbar über eine weitere Aufstockung der Kamaz-Anteile
© Foto: Kamaz

Russische Medien berichten von weiteren 15 Prozent Aufstockung / Russischer Minderheitsaktionär ebenfalls an Aktienpaket interessiert

Stuttgart/Moskau. Der Autokonzern Daimler treibt die Aufstockung seines Anteils am russischen Lastwagen-Hersteller Kamaz voran. „Wir sind in Verhandlungen zu dem Thema“, sagte eine Daimler- Sprecherin am Dienstag in Stuttgart auf Anfrage. Zum Stand der Gespräche und zu einem möglichen Zeitplan wollte sie sich nicht weiter äußern. Die Moskauer Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ hatte zuvor berichtet, Daimler könnte weitere 15 Prozent der Anteile vom Kamaz- Hauptaktionär Troika Dialog übernehmen. Laut „Wedomosti“ ist auch der russische Staatskonzern Rostechnologii, der gegenwärtig 37,8 Prozent der Kamaz-Anteile hält, an dem Aktienpaket interessiert. Aber Daimler habe ein Vorkaufsrecht. Die Stuttgarter waren im Dezember vergangenen Jahres mit 10 Prozent bei Kamaz eingestiegen und hatten dafür rund 190 Millionen Euro bezahlt. Am Dienstagmorgen besiegelten die Partner zwei Joint Ventures: Fuso Kamaz Trucks Rus soll Lastwagen der japanischen Daimler-Tochter Fuso in Russland produzieren und vertreiben, bei Mercedes-Benz Trucks Vostok laufen ab dem zweiten Quartal 2010 zunächst die mittleren und schweren Mercedes-Baureihen Actros und Axor vom Band. An beiden Gemeinschaftsunternehmen sind die Partner jeweils zur Hälfte beteiligt. Bislang hält das Investmenthaus Troika Dialog 44,4 Prozent der Kamaz-Anteile. Im frühen Handel an der Moskauer MICEX-Börse legte die Kamaz-Aktie um rund 6 Prozent auf 74,5 Rubel (1,73 Euro) zu. (dpa)

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