Kopenhagen. Dänemarks Regierung begrüßt das Votum im Bundestag für den Bau einer festen Ostseeverbindung über den Fehmarnbelt. Verkehrsminister Lars Barfoed sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Kopenhagen, er sei „sehr froh“ über die Berliner Abstimmung vom Vorabend: „Damit ist der letzte Zweifel über die Realisierung dieses Projektes aus dem Weg geräumt.“ Dänemarks Parlament hatte schon im Frühjahr mit haushoher Mehrheit grünes Licht für die weitere Planung der 19 Kilometer langen Querung zwischen dem dänischen Rødby und Puttgarden in Schleswig-Holstein gegeben. Dabei übernimmt Dänemark fast komplett die Baukosten für den eigentlichen Brücken- oder Tunnelbau in Höhe von derzeit schätzungsweise 4,8 Milliarden Euro. Barfoed meinte, diese Kostenverteilung sei für Dänemark „kein Problem, weil das Geld am Ende durch Mautgebühren wieder hereinkommt“. Die ersten Autos und Züge sollen die Querung 2018 nutzen können. Die Fahrzeit zwischen Kopenhagen und Hamburg verkürzt sich damit von gut vier auf drei Stunden. Knapp eine Woche nach dem Ja des Bundestages zur festen Fehmarnbelt-Querung wurde am Mittwoch auf Fehmarn ein Informationszentrum zu dem Projekt eröffnet. In einer Diskussionsveranstaltung wollten Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Jörn Biel (CDU) und Vertreter der dänischen Planungsgesellschaft Femern Bælt A/S über den aktuellen Stand der Planungen und die Untersuchungen zur geplanten Straßen- und Eisenbahnverbindung zwischen Deutschland und Dänemark informieren, teilte das Ministerium mit. (dpa)
Dänen froh über Fehmarnbelt-Votum im Bundestag
Verkehrsministerium in Kopenhagen äußerte sich zufrieden über Bauentscheidung