Hannover. Die Continental AG hat heute Übernahmegespräche mit dem fränkischen Automobilzulieferer Schaeffler bestätigt. Ende vergangener Woche habe es ein „erstes, kurzes Gespräch über ein mögliches Engagement" gegeben, erklärte der Hannoveraner Automobilzulieferer. Weitere Gespräche habe es jedoch nicht gegeben. „Sobald die Schaeffler-Gruppe ihre Überlegungen substantiiert hat, wird der Vorstand der Continental AG diese prüfen und zu den Ergebnissen in angemessener Weise weiter informieren", erklärte Conti. Die in Familienhand befindliche Schaeffler Gruppe will nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ ein Gebot im Wert von mehr als zehn Milliarden Euro für den Autozulieferer und Reifenhersteller abgeben. Sollte sich Continental wehren, ist Schaeffler den Informationen zufolge auch zu einer feindlichen Übernahme bereit. Angetrieben von Übernahmefantasien haben sich die Papiere des Autozulieferers heute Vormittag mit einem deutlichen Kurssprung an die Spitze des Auswahlindex Dax gesetzt. Der Conti-Kurs sprang um 24,15 Prozent auf 66,99 Euro, zeitweilig ging es bis auf 68,50 Euro hoch. (dpa/sb)
Conti bestätigt Gespräch mit Schaeffler
Milliardenofferte aus dem Mittelstand: Fränkischer Automobilzulieferer Schaeffler will Dax-Konzern übernehmen