Chef, her mit der Kohle!

07.03.2014 10:00 Uhr
Mit unseren Tipps klappt es auch mit der Gehaltserhöhung!

Es wird definitiv Zeit für eine Gehaltserhöhung? Aber wie die Sache angehen? Wer taktisch klug vorgeht, hat die besten Erfolgsaussichten.

München. Wer freut sich nicht über ein gut gefülltes Konto? Und darüber, dass die eigenen Leistungen auch finanziell honoriert werden? Aber beim Chef eine Gehaltserhöhung einfordern, ist für viele der pure Horror. Vielen ist das Thema schlicht unangenehm. Zudem herrscht Unsicherheit, da man in Gehaltsverhandlungen einiges falsch machen kann. Aber wie umgeht man diese Fehler? Und mit welchen Argumenten und „Tricks“  kommt man ans Ziel? Der Münchner Karrierecoach Walter Feichtner gibt Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung.

  • Zeitpunkt wählen: Je jünger und niedriger Sie in ein Unternehmen einsteigen, desto früher können Sie das Gehaltsgespräch suchen. Die Probezeit sollte jedoch vorbei sein. Wenn Sie zudem gerade einen Erfolg verbuchen konnten, ist der Zeitpunkt optimal.
  • Gekonnt präsentieren: Und zwar sich selbst. Der Mix aus fachlichen und persönlichen Kompetenzen entscheidet, was Sie erreichen. Also zeigen Sie Ihrem Gegenüber, was in Ihnen steckt.
  • Argumente bereitlegen: Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, welche Ihrer Eigenschaften und welches Können für das Unternehmen von Vorteil sind. Es geht um Ihren Marktwert, also um Ihre Ausbildung, Noten, die ersten beruflichen Erfahrungen, Fach-, Sprach- und PC-Kenntnisse und Ihre Persönlichkeit.
  • Erfolge kommunizieren: Haben Sie in letzter Zeit ein Projekt erfolgreich abgeschlossen? Von welchen Stärken und Schlüsselqualifikationen wird Ihr Chef künftig sicherlich noch profitieren? Sprechen Sie solche Punkte in jedem Fall an.
  • Umfassend informieren: Kennen Sie Ihren „Preis“! Nutzen Sie Seiten wie absolventa.de, gehaltsvergleich.com oder lohnspiegel.de, um sich zu orientieren, welches Gehalt in Ihrem Bereich üblich oder möglich ist.
  • Geschickt verhandeln: Nennen Sie lieber krumme Zahlen wie 46.500 Euro als glatte Zahlen, also beispielsweise 45.000 Euro. Personen, die in Verhandlungen glatte Zahlen nennen, werden eher nach unten gehandelt, so ein sozialpsychologisches Experiment.
  • Der richtige Mix macht‘s: Achten Sie bei der Gehaltsverhandlung auf eine glaubhafte Mischung aus Authentizität und Show – ohne dabei überkandidelt oder arrogant zu wirken. Krönen Sie sich also beispielsweise nicht als alleinigen Sieger, wenn ein Erfolg durch die gute Zusammenarbeit des Teams zustande kam. Trotz allem geht es um Sie und Ihre Erfolge.
  • Diplomatisch vorgehen: Gehaltsverhandlungen sind oft für beide Seiten eine Herausforderung: für Mitarbeiter und Chef. Auch letztere fühlen sich bisweilen unsicher. Deshalb sollte man Diplomatie walten lassen: Schließlich will keiner die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen, auch nicht Ihr Vorgesetzter. Beginnen Sie das Gespräch mit „angenehmen“ Themen – ein wenig Small Talk lockert die Stimmung. Anschließend sollten Sie auf Ihre Leistungen zu sprechen kommen. Warum nicht einfach den Chef fragen, was ihm diese wert sind? Schon sind Sie beim Gehalt angekommen. Übrigens: Verweisen Sie nicht auf Kollegen, die mehr verdienen. Das schreit nach ungerechter Behandlung.

Weitere Infos unter www.karrierecoach-muenchen.de. (ts)

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