Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verlangt in ihrer "Mobilitätsoffensive für den Standort Deutschland" zusätzliche Investitionen in Straße, Schiene, Wasserstraße und Luftverkehr in Höhe von 60 Milliarden Mark bis 2012. Davon müssten mindestens 35 Milliarden Mark in den Ausbau von Autobahnen und Fernstraßen gesteckt werden, betonte Fraktionsvize Klaus Lippold. "Wir glauben, dass wir mehr Straßen brauchen". Die Bahn allein könne den Güterverkehr nicht bewältigen. Der Ausbau der Autobahnen auf sechs bis acht Spuren sei dringend notwendig, damit der Lkw-Verkehr auf zwei Richtungsfahrstreifen beschränkt werden könne. Das deutsche Güterverkehrsgewerbe müsse eine "ausreichende Kompensation" für die geplante Lkw-Maut erhalten, heißt es in dem Papier. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) begrüßte die Initiative der CDU/CSU. Damit ziehe in Deutschland Verkehrspolitik nach rationalen Erfordernissen ein und nicht nach "Wunsch und Wolke". Zustimmend äußerte sich auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der sich in seiner Forderung nach privater Finanzierung der Bundesfernstraßen bestätigt sieht. (vr/jök)
CDU/CSU setzt in der Verkehrspolitik auf mehr Straßenbau
Autobahnen sollen auf sechs bis acht Spuren ausgebaut werden