Die Aktionäre des insolventen privaten Schienennetzbetreibers Railtrack bekommen von der britischen Regierung 300 Millionen Pfund (480 Millionen Euro). Das bestätigte der stark in die Kritik geratene Verkehrsminister Stephen Byers jetzt in London. Er hatte die Verwendung von Steuergeldern zu Gunsten der Aktionäre zuvor ausgeschlossen. Jetzt wandte Byers ein, es handele sich nicht direkt um Entschädigung. Presse und Opposition bezeichneten ihn daraufhin als "Lügner". Im vergangenen Oktober hatte die britische Regierung einen Konkursverwalter für Railtrack bestellt, nachdem das mit 3,3 Milliarden Pfund verschuldete Unternehmen um staatliche Hilfe zur Abwendung des Zusammenbruchs gebeten hatte. Die Railtrack-Aktien waren dadurch wertlos geworden. Jetzt sollen die Aktionäre insgesamt 2,50 Pfund pro Aktie zurückbekommen, was nur 30 Pence weniger wären als der Railtrack-Kurs am Tag des Insolvenzantrags. (vr/dpa)
Britische Regierung gibt Railtrack-Aktionären 300 Millionen Pfund
Byers: Es handelt sich nicht direkt um eine Entschädigung