London. Die britische Regierung hat eine ausgleichende Treibstoffsteuer beschlossen. Die Treibstoffpreise sollen laut eines Vorwahlversprechens der konservativen Partei durch eine variable Treibstoffsteuer stabilisiert werden. Bei hohen Treibstoffpreisen wird die Besteuerung laut des Transportministers Philip Hammond entsprechend sinken und bei Preisabfall steigen.
Die britische Road Haulage Association (RHA) hat die Neuigkeit mit Freude vernommen: "Dieser Bereich kämpft mit der höchsten Dieselsteuer in Europa. Ein LKW kann 12.000 britische Pfund (rund 14.120 Euro) und mehr pro Jahr kosten." Der Geschäftsführer der RHA Geoff Dunning sagte der Londons International Freighting Weekly: "Ein ähnlich brauchbares und kosteneffektives System wurde vier Jahre zuvor vorgeschlagen. Wir unterstützten es damals und nun sollten wir dringenst die Durchführung der Beratung ermöglichen."
"Wir sollten die Einführung sorgfältig planen, auch wenn die Theorie sehr gut klingt. Der Preis auf dem Treibstoff stabilisiert werden soll, muss immer noch besprochen und festgelegt werden. Falls dieser künstlich hochgehalten wird, müssen zur Risikovermeidung eventuell andere Lösungen gefunden werden", sagte der leitende Ökonom der Freight Transport Association (FTA), Simon Chapman. Er stimmte darin überein, dass der Stabilisierungsfaktor die Betriebskosten für britische Transporteure senken wird. Doch die Dynamik des Ölpreises und des Wechselkurses zwischen Dollar und Pfund lägen außerhalb der Regierungskontrolle. "Die Möglichkeiten der Beeinflussung sind gering. Die Steuer die durch Transporteure bezahlt wird, sollte von der normaler Verkehrsteilnehmer getrennt werden", ergänzte er. (rup)