Bonn. Der Deutsche Post DHL-Konzern wird zum 30.November Teile des zum 1.Juli diesen Jahres eingestellten Nachtluftpostesnetzes wieder aufleben lassen. Die Über-Nacht-Briefstellung war vollständig auf den Lkw-Transport umgestellt worden. Wie die Konzernmitarbeiter-Zeitung „Premium Post“ in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, gehören zu den wieder eingerichteten Verbindungen die Routen Stuttgart-Berlin, Stuttgart nach Hannover sowie München nach Hannover. Der Konzern begründet seinen Schritt damit, dass „das innerdeutsche Straßennetz in Teilbereichen nicht den hohen Qualitätsansprüchen des Konzerns und seiner Kunden entspricht“. Zu erheblichen Qualitätsverschlechterungen sei es immer wieder seit dem Sommer vor allem auf den langen Nord-Süd-Achsen gekommen. Noch im im Juni diesen Jahres hatte der Gelbe Riese nichts von möglichen Qualitätseinbußen wissen wollen und wiederholt von „kaum negativen Effekten“ für die Kunden als Folge des Systemwechsels gesprochen. Doch schon im Laufe des Sommers häuften sich in den Medien Berichte über extrem lange Brieflaufzeiten, die nichts mehr mit dem von der Post angestrebten „E plus 1“-Standard zu tun hatten. Gründe für die Einstellung des Nachtluftpostnetzes, das in Deutschland mehr als 45 Jahre lang bestand, waren unter anderem der Umweltschutz sowie Kostensenkungen. Inoffiziell war die Rede von Transportkosteneinsparungen in Höhe von 40 bis 60 Millionen Euro jährlich dank des Lkw-Transportes. (eha)
Briefversand in Deutschland: Weg von der Straße, zurück in die Luft
Deutsche Post DHL-Konzern lässt Teile des zum 1.Juli eingestellten Nachtluftpostnetzes wieder aufleben / Straßentransport schafft nicht die hohen Qualitätsziele