Hannover. Ralf Wojtek, Vorsitzender des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK), erhielt auf der Fachmesse PostLiberal in Hannover den BriefAward 2006. Der Hamburger Rechtsanwalt habe sich „in den letzten 25 Jahren mit großem Sachverstand, Einsatz und aller gebotenen Fairness für mehr Wettbewerb im Postmarkt eingesetzt“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche, einer der Preisträger des BriefAwards im letzten Jahr, in seiner Laudatio auf Wojtek.
Mit dem BriefAward 2006 in der Kategorie Unternehmen wurden in Hannover die Schweizer Firma CodX Software AG und die Münsteraner Firma Pegasus Print&Mail GmbH ausgezeichnet. Ihre gemeinsame Entwicklung eines Hybridpost-Angebotes, soll es regionalen Briefdiensten ermöglichen, sich durch eine technische Lösung bundesweit zu vernetzen. Dabei gelangt der Brief eines Versenders als Datensatz an einen Briefdienst, der ihn ausdruckt, kuvertiert und zustellt. Weil die Briefe nur auf der letzten Meile physisch transportiert werden müssen und bei Druck und Kuvertierung bereits in die Gangfolge der Zusteller sortiert werden kann, sollen die gesamten Kosten bis zu 40 Prozent günstiger sein als beim herkömmlichen Versand.
Besonders lohnend kann das Modell beim internationalen Versand sein. Hier schlägt laut Peter Buckmann, Geschäftsführer von Pegasus, neben dem höheren Auslandsporto vor allem die Zeitersparnis durch den elektronischen Versand auf der Hauptstrecke zu Buche. „Auch ein Brief aus den USA kann am nächsten Tag in Europa zugestellt werden.“ Es sei sogar vorstellbar, dass ein Brief am 3. April geschrieben und am 2. April zugestellt wird. Realisierbar sei eine Laufzeit „E minus 1“ allerdings nur zwischen weit entfernten Zeitzonen. (eh)