Bremen. Die Hafen-Gruppe wird in diesem Jahr im Containersektor innerhalb der Hamburg-Antwerpen-Range den mit Abstand deutlichsten Zuwachs auf Basis der Anzahl der Standardcontainer (TEU) erzielen. Das bestätigte Bremenports-Sprecher Rüdiger Staats gegenüber der VerkehrsRundschau. „Auf der Grundlage der Neunmonatszahlen rechnen unsere Fachleute mit rund 4,4 Millionen TEU bis zum Jahresende“, führte Staats weiter aus. Das entspräche einem Zuwachs um fast 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 3,3 Millionen TEU über die Kaikanten gingen. Damit werden die Bremer auch den Hamburger Hafen toppen, der zwischen Januar und September ein Plus von knapp zehn Prozent ausweist. Neben dem allgemeinen Mengenwachstum im Weltseeverkehr profitierten die Bremischen Häfen gerade im Containerverkehr aber auch vom Marktanteilsverlust anderer Häfen. So hätten die von den Großreedereien vorgenommenen Neustrukturierungen innerhalb ihrer verschiedenen Dienste die Hafengruppe Bremen besonders begünstigt. Auch zahle es sich jetzt aus, dass in Bremerhaven dank der umfangreichen – und immer noch laufenden – Ausbauarbeiten genügend Umschlagkapazitäten vorhanden sind. Derzeit schreitet das Erweiterungsvorhaben CT IV planmäßig voran und soll 2008 abgeschlossen werden. Auch beim Gesamtumschlag zeichnet sich für Bremen ein Umschlagrekord ab. Rund 65 Millionen Tonnen – nach 54,2 Millionen Tonnen – liegen 2006 drin, so Staats. Vom Mengenzuwachs seien dabei alle Hafenteile und Gütersegmente betroffen, freute sich Staats. Indes zeichnet sich für den Rotterdamer Hafen ein Plus von zwei Prozent - „und damit die Bestätigung der zu Jahresanfang gemachten Prognose“ ab, teilte der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) jetzt bei der Bekanntgabe der Neun-Monatszahlen mit. Für den aktuellen Berichtszeitraum weist der Maashafen einen Gesamtumschlag von 281 Millionen Tonnen aus (plus 1,5 Prozent). Der Containerumschlag liegt bei 7,1 Millionen TEU (plus 2,9 Prozent). (eha)
Bremische Häfen an Europas Spitze
Containersektor in Bremen und Bremerhaven erzielt innerhalb der Hamburg-Antwerpen-Range den größten Zuwachs