Sotschi. Die Idee des Neubaus einer Bahnstrecke in russischer Breitspur bis nach Wien ist einen wesentlichen Schritt weiter: Die ÖBB vereinbarte auf einem Eisenbahn-Wirtschaftsforum in Sotschi mit den Bahngesellschaften der Slowakei, der Ukraine und Russlands die Gründung eines vorbereitenden Joint Ventures. Die „Breitspur Planungs GmbH“ mit Sitz in Österreich soll eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse des auf zwei bis drei Milliarden Euro veranschlagten Projekts erstellen, berichtete „Russland-Aktuell“. Alle vier Eisenbahngesellschaften werden zu gleichen Teilen je 1,5 Millionen Euro in das Grundkapital der Gesellschaft einbringen. Vorgesehen ist der Bau einer etwa 600 Kilometer langen Breitspur-Bahnlinie vom slowakischen Kosice (Kaschau) bis nach Österreich. Vom ukrainischen Grenzort Ushgorod bis nach Kosice führt schon jetzt ein 88 Kilometer langes Breitspurgleis, das aber ausgebaut werden müsste, um einen leistungsfähigen Verkehrskorridor zu schaffen. Russland verspricht sich durch die neue Bahnstrecke unter anderem eine bessere Anbindung von Transsibirien-Transporten aus Ostasien an das mitteleuropäische Verkehrsnetz. Im Raum Wien/Bratislava soll das Projekt mehrere tausend neue Arbeitsplätze in Logistikzentren schaffen. (ld)
Breitspur-Bahn von Russland nach Wien nimmt Konturen an
ÖBB vereinbart mit den Bahngesellschaften der Slowakei, der Ukraine und Russlands die Gründung eines Joint Ventures