Der elektronische Handel wird nach Aussage von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) in naher Zukunft nicht zu einem höheren Verkehrsaufkommen auf den Straßen in Deutschland führen. Für die zu erwartenden Zuwächse beim E-Commerce werde man bei der Infrastruktur aber jetzt die Weichen stellen, sagte Bodewig am Dienstag im Anschluss an ein Spitzengespräch mit Vertretern aus Industrie, Verbänden und Gewerkschaften in Berlin. Nach Angaben der Deutschen Post müssen künftig durch die zunehmenden Bestellmöglichkeiten im Internet mehr Pakete in die Wohngebiete der Menschen transportiert werden. Als Vertreterin der Deutschen Post wies Monika Wulf-Mathies darauf hin, dass durch E-Commerce immer mehr Menschen kleinere Bestellungen aufgäben statt wie bisher wenige größere Warenpakete zu ordern. Dadurch erhöhe sich das Verkehrsaufkommen. Durch die notwendigen Innovationen werde man im Logistik-Bereich auch mehr Arbeitsplätze benötigen, betonte Wulf-Mathies. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, warnte allerdings, dass die zunehmende Automatisierung auch Arbeitsplätze koste. Noch sei nicht klar, ob im gleichen Maße neue Stellen entstehen würden. (vr/dpa)
Bodewig: Kurzfristig nicht mehr Verkehr durch E-Commerce
Dennoch werden Weichen für neue Infrastruktur gestellt