Bregenz/Österreich. Mit einem Sternmarsch nach Bregenz haben Anrainer der Gemeinden am östlichen Bodenseeufer heute gegen die Verkehrsbelastung in der Region protestiert. „Die ganze Region ist verkehrsinfarktgefährdet“, sagte der Sprecher der Initiative „Verkehrsinfarkt - nein danke“, Stephan Bock. Polizeiangaben zufolge kamen rund 400 Demonstranten zur Abschlusskundgebung in Bregenz. „Wir zahlen als Region den hohen Preis der Lebensqualität, weil die Maut als Finanzierungsmittel gnadenlos umgesetzt wird“, kritisierte Bock. Infolge der in Österreich für alle Fahrzeuge geltenden und in Deutschland auf LKW beschränkten Autobahnmaut quälten sich pro Tag 11.000 zusätzliche Fahrzeuge durch die Ortseinfahrten. Insbesondere in den Stoßzeiten seien die dadurch entstehenden Staus „unerträglich“. Als Hauptforderungen treten die betroffenen Gemeinden für die Einführung einer Tagesvignette für österreichische Autobahnen ein. Zudem solle die Autobahn A 96/A 14 zwischen Weißenberg und Hohenems so bald wie möglich von der Maut befreit werden. Hilfreich für die Verkehrsentlastung wären nach Ansicht Bocks auch der Ausbau der B 31 sowie der Bau einer zweiten Röhre durch den Pfändertunnel. Am Freitag will die Initiative in Bregenz 27.000 gesammelte Unterschriften an EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot und Österreichs Verkehrsminister Hubert Gorbach übergeben. Dort tagen von Donnerstag bis Freitag die EU-Verkehrsminister. (dpa)
Bodensee-Anrainer demonstrieren gegen LKW-Verkehr
Bürgerinitiative fordert Mautbefreiung für Autobahn A 96