BME weitet Benchmarking-Services aus

18.10.2004 09:18 Uhr

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) hat sein Benchmarking-Angebot um C-Teile und Energie erweitert sowie das bereits bestehende Frachten-Benchmarking ausgebaut.

Frankfurt/Main. Die Benchmarking-Services des Verbandes bedeuten ein objektives Instrument zur Standortbestimmung und Entscheidungsfindung. Die schnelle Ermittlung aussagefähiger Kennzahlen zeigt den einzelnen Teilnehmern auf, wo sie sich im Preisranking (Angaben in Prozent) befinden. Indirekte Materialien (meist C-Teile) stehen in der Regel nicht im Fokus des klassischen strategischen Einkaufs. Das Einstellen von Online-Katalogen gilt in so manchem Unternehmen schon als fortschrittliche Maßnahme; zugleich aber werden weitere Markt- und Preisrecherchen vernachlässigt. Dabei sind die Voraussetzungen für Kostensenkungen gut, weil der Markt durch standardisierte Artikel und viele Anbieter gekennzeichnet ist. Die Teilnahme am BME-Benchmarking Indirekte Materialien ermöglicht den Vergleich repräsentativer Warenkörbe (Elektrotechnik, Werkzeuge, Büromaterial, persönlicher Arbeitsschutz) mit Unternehmen verschiedener Branchen, die Darstellung der eigenen Ist-Situation im Vergleich mit ähnlichen Unternehmen, die Darstellung der Preisspanne (Index) je Artikel beziehungsweise Warenkorb und ein schnelles Aufzeigen möglicher Verbesserungspotenziale. Der Energiemarkt ist groß: Über 650 Strom- und Gasanbieter gibt es derzeit, rund 1000 Betreiber leiten Energie durch ihre Netze an Unternehmenskunden weiter. Zu welchen Konditionen die Abnehmer abschließen, soll das neue BME-Benchmarking-Projekt Energiepreise für Strom und Gas erheben. Ziel ist es, Preistransparenz für die teilnehmenden Unternehmen zu schaffen. Diese erfahren, wie sie Strom und/oder Gas im Segment mit vergleichbaren Abnehmern (gleiches Verbrauchsverhalten) eingekauft haben. Dabei wird der reine Energiepreis herausgearbeitet, das heißt ohne Steuern und ohne Abgaben (Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, EEG/KWKG). Der Teilnehmer kann anhand des höchsten, des niedrigsten und des Durchschnittspreises ablesen, wo er sich im Ranking befindet. Das Benchmarking Frachten startete 2003 und wurde nun unter anderem um zusätzliche Parameter für See-, Straßen(national/international)- und Luftfrachten erweitert: Ergänzung um Stückgut/Teilladungen (Straßenfracht), größere Auswahl europäischer Länder mit entsprechenden Strecken, sortiert nach Postleitzahl und Ergänzung um Flatrates bei Luftfracht.

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