Das deutsche Transportgewerbe musste 2001 einen neuen Rekord von 1600 Insolvenzen hinnehmen, meldet der BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im Jahr 2000 seien der Pleitewelle bereits 1300 Betriebe zum Opfer gefallen. Während 2001 die Unternehmensinsolvenzen in der Gesamtwirtschaft um 14 Prozent zunahmen, stiegen sie im Transportgewerbe laut BGL um 23 Prozent. Gründe dafür seien die Belastungen durch die Ökosteuer, die fehlende Harmonisierung der EU-Wettbewerbsbedingungen und die niedrigen Transportpreise. Diese rechneten sich für die Wirtschaft nur bedingt, denn die daraus resultierenden Insolvenzen "zogen im vergangenen Jahr Forderungsausfälle von mehr als zwei Milliarden Euro nach sich". Nach der neuen BGL-Konjunkturanalyse erwarten 46 Prozent von 700 befragten Unternehmen für das kommende Halbjahr eine negative Auftragsentwicklung. 24 Prozent wollen im ersten Halbjahr 2002 ihren Fahrpersonalstand verkleinern. (vr/jk)
BGL: Insolvenzrekord im Transportgewerbe
1600 Transportunternehmen gaben im vergangenen Jahr auf