Frankfurt/Main. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) weist alle Güterkraftverkehrsunternehmen, die in den Genuss eines Incentives bei Austausch der On-Board-Units (OBUs) kommen wollen und diese noch nicht bestellt haben, darauf hin, dass "höchste Eile" geboten ist. Nur Unternehmen, die für im vergangenen Jahr eingebaute OBUs bis 30. Juni 2004 Austauschgeräte bestellt haben, erhalten pro ausgetauschtem OBU eine Gutschrift in Höhe von 250 Euro, hieß es in einer Verbandsmitteilung. Nach diesem Datum werden den Angaben zufolge zwar die Werkstattkosten für den Ausbau von Toll Collect übernommen, aber kein Bonus mehr gewährt. Davon nicht betroffen ist die Prämie für Neubestellungen: Dieser beträgt unverändert 50 Euro für die jeweils 100.000 ersten Siemens- und Grundig-Geräte, so der BGL weiter. Unterdessen hat der Verband seine Forderung nach einer positiven Entscheidung der Europäischen Union über eine künftige Verrechnung von Mineralölsteuern mit der für Anfang 2005 in Deutschland geplanten Lkw-Maut bekräftigt. Damit müsse sicher gestellt werden, dass es für inländische Firmen im Vergleich zu ausländischen Unternehmen keine Mehrfachbelastungen gebe, sagte der BGL-Geschäftsführer Karlheinz Schmidt am Mittwoch. Das Argument aus der Brüsseler Kommission, die Verrechnung benachteilige die ausländischen Mitbewerber, ziehe nicht. Nach Ansicht Schmidts unterläuft die Kommission ihre eigene Strategie, auch im Verkehrsbereich weg von der Steuerfinanzierung hin zur Nutzergebühr zu kommen. (pad/dpa)
BGL: Bonus-Programm für auszutauschende OBUs läuft aus
Nach dem 30. Juni übernimmt Toll Collect nur noch die Werkstattkosten für den Geräteausbau