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Bertschi prüft Forderung wegen Rheintalbahn-Sperrung

Der Schweizer Logistikdienstleister Bertschi wurde von der Rheintal-Sperre hart getroffen
© Foto: Bertschi

Das Schweizer Transportunternehmen erwartet durch die wochenlange Streckenunterbrechung Umsatzverluste in Millionenhöhe.


Datum:
02.10.2017
Autor:
Stefanie Nonnenmann
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Dürrenäsch/Stuttgart. Wegen der wochenlangen Sperrung der Rheintalbahn prüft das Schweizer Transportunternehmen Bertschi finanzielle Schadenersatzforderungen. Diese würden sich gegen Operateure des kombinierten Verkehrs richten, die entsprechende Züge über Rastatt anbieten, teilte Geschäftsführer Hans-Jörg Bertschi am Freitag mit. Auch „Stuttgarter Zeitung” und „Stuttgarter Nachrichten” berichteten über entsprechende Pläne des Unternehmens.

Bertschi erwartet Million-Umsatzverluste, weil in den vergangenen Wochen nur ein Teil der Kundennachfrage bedient werden konnte und ein Teil des Verkehrs wohl dauerhaft von der Schiene auf die Straße verlagert werde. Er gehe davon aus, dass die Forderungen an die Deutsche Bahn (DB-Netz) weitergereicht würden, teilte Bertschi mit. Am Donnerstag hatte bereits das Netzwerk Europäischer Einsenbahnen (NEE) Millionenforderungen an die Deutsche Bahn gerichtet.

Riskantes Tunnelbauverfahren ohne Risikoplanung

Der Unternehmer kritisierte die Bahn scharf, weil sie ein riskantes Tunnelbauverfahren ohne Risikoplanung eingesetzt habe. Außerdem habe es an schnellem Krisenmanagement gefehlt.  „Rastatt darf nie mehr passieren”, ergänzte Bertschi.

Die Rheintalbahn ist seit dem 12. August zwischen Rastatt und Baden-Baden gesperrt. Bei Tunnelbauarbeiten für die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke waren Wasser und Erdreich in eine Röhre eingedrungen. Die Schienen der wichtigen europäischen Nord-Süd-Strecke senkten sich daraufhin ab. Seit Montag rollt der Verkehr wieder. (dpa/sno)

>>> Videokommentar mit VerkehrsRundschau-Redakteur Michael Cordes

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