Noch Ende Mai hatte der Anbieter von Lösungen für das Enterprise Resource Planning (ERP)angekündigt mit einem Jahresumsatz von 60 Millionen Euro zu rechnen. Ab dem dritten Quartal wollte das Unternehmen zumindest auf Monatsbasis im operativen Ergebnis sogar schwarze Zahlen schreiben. Daraus wird wohl jetzt nichts mehr. Geplant sind nun ein Umsatz von 47,5 Millionen Euro und ein negatives operatives Ergebnis für das Gesamtjahr. Derzeit, so heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens, würden aktiv Gespräche mit Investoren über Kapitalmaßnahmen geführt, um die "geschwächte Eigenkapital- und angespannte Liquiditätssituation des Unternehmens zu verbessern." Bereits für die nächsten Tage würden Ergebnisse erwartet. Sollten diese Ausbleiben, wird Bäurer wohl erst mit dem Amtsgericht und dann mit Insolvenzverwalter reden müssen. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2001 ist der Umsatz um 16 Prozent auf 22,5 Millionen Euro zurück gegangen. Schuld, so das Unternehmen, sei das schwache Marktumfeld für ERP-Lösungen. Das operative Ergebnis habe sich im gleichen Zeitraum von minus 7,2 Millionen Euro auf minus 3,7 Millionen Euro verbessert, der Jahresfehlbetrag von minus 9,4 Millionen Euro auf minus 5,4 Millionen Euro verringert. In der Ergebnisentwicklung spiegeln sich die Bemühungen um die Restrukturierung des Unternehmens wieder.
Bei Bäurer wird das Geld knapp
Das schwäbische Softwarehaus Bäurer hat die Umsatzerwartungen für das erste Halbjahr nicht erfüllen können und seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert.