Hamburg. Angesichts der neuen Diskussion um die Einführung einer Steuer auf Flugbenzin hat der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor den möglichen wirtschaftlichen Folgen einer solchen Abgabenerhöhung gewarnt. "Wir dürfen nicht eine der wenigen Wachstumsbranchen in unserem Land auch noch wegsteuern", sagte BDI-Präsident Michael Rogowski der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe). "Weltweit wird keine Kerosinsteuer verlangt", betonte Rogowski. Er frage sich deshalb, warum ausgerechnet in Deutschland schon wieder an der Steuerschraube gedreht werden solle. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hatte sich am Mittwoch für eine Kerosinsteuer im europäischen Rahmen ausgesprochen. Ein Ministeriumssprecher präzisierte später, Stolpe setze eher auf eine Abgas-Abgabe für Flugzeuge. Eine "flugstreckenbezogene" Abgabe auf die Schadstoffemissionen der Jets sei in der EU leichter umsetzbar als die Kerosinsteuer. Grüne, Umwelt- und Verkehrsverbände begrüßten den Vorstoß für die Flugbenzin-Steuer. (dpa)
BDI warnt vor Flugbenzin-Steuer
Rogowski: "Gefahr für Wachstumsbranche" / Ministerium präzisiert: Stolpe will Abgas-Abgabe