Bahnbetrieb zwischen Süd- und Nordkorea wieder eingestellt

28.11.2008 13:41 Uhr
Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist für den Schienengüterverkehr vorerst nicht passierbar (Bild: Pixelio)

Der vorerst letzte Güterzug rollte am Freitag über die schwer bewachte Grenze

Seoul. Vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea ist der erst vor knapp einem Jahr aufgenommene Bahnbetrieb zwischen beiden Ländern wieder eingestellt worden. Der vorerst letzte Güterzug rollte am Freitag über die schwer bewachte Grenze, wie das Vereinigungsministerium in Seoul mitteilte. Zugleich fuhren die letzten Reisebusse mit Touristen aus Südkorea für einen Tagestrip in die grenznahe nordkoreanische Stadt Kaesong. Die Volksarmee des kommunistischen Nordkoreas hatte Anfang der Woche erhebliche Beschränkungen des ohnehin strikt kontrollierten Grenzverkehrs vom kommenden Montag an angekündigt. Dazu gehörte auch die Einstellung der Zugverbindung und des Tourprogramms. Nordkorea wirft Südkorea vor, eine Politik der Konfrontation zu verfolgen. Zudem wird die Zahl der Südkoreaner, die eine Einreisegenehmigung für den innerkoreanischen Industriekomplex in Kaesong haben, um etwa die Hälfte gekürzt. Rund 1700 von rund 4200 betroffenen Südkoreanern verlängerte Nordkorea den Angaben des Vereinigungsministeriums zufolge bisher die Genehmigung. Die Verhandlungen zwischen beiden Seiten dauerten noch an, hieß es. Für den Gütertransport nach Kaesong hatten beide Länder im Dezember 2007 erstmals seit ihrem Bruderkrieg vor mehr als 50 Jahren wieder einen Eisenbahnbetrieb durch die bestehende militärische Pufferzone aufgenommen. (dpa)

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