Die Hochwasserkatastrophe hat bei der Deutschen Bahn Schäden von mehr als einer Milliarde Euro verursacht. Diese vorläufige Schätzung legte Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn heute in Berlin gemeinsam mit Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig vor. Dank der von Regierung und EU zugesagten schnellen und unbürokratischen Hilfe sei der Wiederaufbau der teilweise völlig zerstörten Infrastruktur bereits angelaufen, erklärte Mehdorn. "Der Bahn kommt nun eine Schlüsselfunktion zu," so der Bahnchef, "wir wollen so schnell wie möglich die Mobilität für die Menschen und auch die Wirtschaft wieder herstellen und werden deshalb noch in diesem Jahr Aufträge für etwa 300 Millionen Euro zur Wiederherstellung des Netzes erteilen." Rund 400 Kilometer Gleise waren in Sachsen und Sachsen-Anhalt von der Flut betroffen. Stark beschädigt sind zudem rund 130 Kilometer Bahndamm und 94 Brücken, davon müssen zehn Brücken komplett erneuert werden. Wiederaufbau und Instandsetzung erfolgen in enger Abstimmung mit Bund und Ländern nach einer Prioritätenliste. Ganz oben rangieren hier die Strecken zwischen Leipzig und Dresden sowie zwischen Dresden und Chemnitz, um die Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen wieder an das Fernverkehrsnetz anzubinden. (vr/dpa)
Bahn legt vorläufige Flutschaden-Bilanz vor
Die Hochwasserkatastrophe hat bei der Deutschen Bahn Schäden von mehr als einer Milliarde Euro verursacht.