Berlin. Der Börsengang der Deutschen Bahn könnte nach Worten von Vorstandschef Rüdiger Grube schon im kommenden Jahr wieder auf der Tagesordnung stehen. Derzeit habe das Vorhaben angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise keinen Sinn. „Wenn es 2010 oder 2011 hoffentlich wieder bergauf geht, sieht das aber anders aus“, sagte Grube der Zeitung „Bild am Sonntag“. Die Bahn ist seit 1994 privatrechtlich als Aktiengesellschaft organisiert, aber zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Eigentlich war der Börsengang für Ende Oktober geplant, wurde aber wegen der Finanzmarktkrise auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Tochter DB Mobility Logistics sollte zu 24,9 Prozent an private Investoren gehen. Grube wiederholte seine Auffassung, wonach der Börsengang „kein Selbstzweck“ sei. Die Bahn als weltweit führendes Transport- und Logistikunternehmen brauche aber Geld, um international investieren zu können – „und das soll nicht vom Steuerzahler kommen“, sagte der Bahnchef. Zu einer möglichen Fahrpreiserhöhung der Bahn wollte sich Grube nicht festlegen. Auf die Frage, ob auch in diesem Jahr eine Preisanhebung im Dezember zu erwarten sei, sagte der Bahnchef: „Geben Sie mir 100 Tage Zeit im Amt, dann bekommen Sie eine verbindliche Antwort.“ Seit Ende 2003 hat die Bahn stets zum Jahreswechsel die Preise erhöht. (dpa/sv)
Bahn-Börsengang könnte 2010 wieder Thema sein
Der Börsengang der Deutschen Bahn könnte nach Worten von Vorstandschef Rüdiger Grube schon im kommenden Jahr wieder auf der Tagesordnung stehen